Minderoffingen ist eine frühchristliche Siedlung. In der Mitte des Dorfes, im ummauerten Friedhof, steht die damals stark befestigte Wehrkirche. Die St.Laurentiuskirche, die schon um das Jahr 1100 erbaut war, fand am 24. September 1143 ihre erste urkundliche Erwähnung als "eclesia babtis malis"(Taufkirche). Sie gilt als die älteste Kirche des Rieses. Aus weiteren Akten geht hervor, dass die Minderoffinger Kirche 1216 der Augsburger "mensa episcopalis" einverleibt wurde. Die erste für die Augsburger Bischöfe überhaupt. Dies war eine Notmaßnahme zur Sicherung der bedeutenden Außenposition. Das Gotteshaus, ist eine sog. "Wehrkirche", in der die Menschen in gefährlichen Zeiten mit ihrer Habe Schutz suchten. Das Mauerwerk ist trotz seines hohen Alters noch absolut standfest. Die Mauerung ist doppelt; außen besteht sie aus sauber behauenen Tuffsteinquadern, hinter denen innen eine gewöhnliche Mauer hochgezogen ist. Ihre Stärke beträgt im Durchschnitt 1,50 Meter, im nord-östlichen Teil ist sie bis zu vier Meter stark. In dieser Mauer ist der Aufgang zur Empore untergebracht.Der Turm, in polygoner Form, ist im ersten Geschoss mit Schießscharten ausgestattet, das zweite ist gegen das erste leicht eingezogen und geputzt. Unterhalb der Turmzwiebel befinden sich gekuppelte rundbogige Schallöffnungen mit Säulchen als Mittelstütze. Darüber ziert ein profiliertes Gesims den Zwiebelhelm. Das innere der Kirche hat nach verschiedenen Renovierungen im 17. Jahrhundert vor allem aber 1860 und 1901 eine starke Entstellung gefunden. Erst bei der Renovierung 1961 bis 1966 durch geistlichen Rat Max Pfau wurde der ursprüngliche Zustand weitestgehend wiederhergestellt und die vielen Beschriftungen mit leonischen Versen und sonstigen Bildnissen identifiziert und freigelegt.